Donnerstag, 13. September 2018

DIE ERDE BRENNT - DER MENSCH PENNT

Erst unerträgliche Hitze und katastrophale Dürre, jetzt Starkregen und vollgelaufene Keller: Die Wetterkapriolen der schon lange vorhergesagten Klimakatastrophe werden immer verrückter.

In dieser Woche wenden sich namhafte Wissenschaftler mit einem Appell an die Weltgemeinschaft, der aufhorchen lässt: Das globale Klimasystem gleiche einer Kette von Dominosteinen – die ersten Steine drohen bereits zu fallen. Es droht eine Heiß-Zeit. Ist die Welt noch zu retten?


Die Theorie der Dominosteine dient als Illustration dessen, was passieren kann: Kippelemente, die das Klimasystem weit mehr verändern als wir es uns bisher vorstellen konnten. Solche Dominosteine sind zum Beispiel: der Amazonas-Regenwald, der Eispanzer Grönlands oder auch der Permafrostboden Sibiriens. Wenn Permafrost taut, entweichen riesige Mengen Methan. Und Methangas ist etwa 25mal mehr Klima belastend als das bisher meist diskutierte CO2. Das heißt konkret: Das globale Klima steigt nicht nur um die zwei Grad, die bisher prognostiziert waren, sondern um das doppelte bis vierfache. Wenn der erste Dominostein fällt, reißt er weitere mit sich. Und, so die Klimawissenschaftler, es könnte global zwischen fünf und acht Grad heißer werden. „Wenn eines der Elemente kippt, schiebt es die Erde auf einen weiteren Kipppunkt zu“, sagt zum Beispiel der Stockholmer Klimaforscher Johan Rockström. Schon Kinder wissen, dass es schwierig wird, Dominosteine vom Kippen abzuhalten, wenn der erste gefallen ist. Die Wissenschaftler sprechen bereits von einer „Teufelsspirale im Klimasystem“: Der globale Meeresspiegel kann in hundert Jahren um 60 Meter steigen, in Wäldern und Meeren geht die Artenvielfalt verloren.

Die weltweite Klimaerhitzung und ihre Folgen kann niemand mehr leugnen. Klimaforscher Mojib Latif und seine Kollegen prognostizieren für die Zukunft noch mehr Hitze im Sommer und weit weniger Kälte und Frost im Winter, noch mehr Sturm- und Feuerschäden, noch mehr Überschwemmungen und Hitze-Tode. Im Hitzesommer 2003 starben in Westeuropa 65.000 Menschen den Hitze-Tod.

Menschen und Tiere sterben

Die bisherigen Hitzesommer waren und sind nur die Vorboten.

Wenn man mit Gletscherforschern in Grönland und Alaska, am Südpol und am Nordpol spricht, dann klingen deren Vorhersagen noch weit dramatischer. Das Eis,  so haben sie errechnet, schmilzt heute dreimal schneller als es die Gletscherforschung noch vor zehn Jahren vorhergesagt hat.  Das bedeutet: Hunderte Millionen Menschen an den Küsten rund um den Globus werden in den nächsten Jahrzehnten durch den Anstieg des Meeresspiegels ihre Heimat verlieren. Schon heute irren in Afrika 18 Millionen Klimaflüchtlinge über den Kontinent – auf der Suche nach Trinkwasser. Die heutigen Kriegsflüchtlinge können wahrscheinlich irgendwann zurück in ihre alte Heimat. Die künftigen Klimaflüchtlinge können das nicht. Denn der Klimawandel ist überall und dauerhafter als jeder Krieg. In Bangladesch hat mir ein 35-jähriger Bauer schon vor einigen Jahren erzählt, dass er durch den Anstieg des Meeresspiegels schon fünfmal sein Haus wieder aufbauen musste.

Und was tun die Regierungen in dieser Situation?

Sie haben 2015 in Paris ehrgeizige Klimaschutzziele beschlossen, aber sie tun nur wenig, um diese Ziele zu erreichen. Das gilt nicht nur für die USA unter Präsident Trump, das gilt auch für Deutschland und Europa.  Und die Bürgergesellschaft? In Deutschland nutzen bereits 15 Millionen Menschen erneuerbare Energien. 

Immer mehr Klimaflüchtlinge

„Land unter“ gilt schon heute vor allem für Millionen Inselbewohner. Die Erderhitzung bedroht viele Insel-Traumparadiese.

Wenn wir uns nicht ändern, dann ändert der Klimawandel uns. Er ist die Überlebensfrage für die Menschheit. Es geht vor allem um die Zukunft, um das Leben und um die Gesundheit unserer Kinder und Enkel. Noch gilt: Die Erde brennt – doch der Mensch pennt.

Wie werden es unsere Nachfahren beurteilen, dass wir seit Jahrzehnten über die Gefahren der Klimaerhitzung Bescheid wussten, aber fast nichts dagegen getan haben?  Sie werden uns anklagen: Ihr hättet die Katastrophe verhindern können, aber ihr habt es nicht getan. Aber auch jetzt gilt noch: Zumindest das Schlimmste können wir noch verhindern. Allerdings nur, wenn wir jetzt rasch handeln. Dazu brauchen wir freilich Lust auf Zukunft. Noch ist die Energiewende, die Verkehrswende, die Wasserwende, die Bau- und Landwirtschaftswende möglich. In dieser Zeitenwende können wir noch eine intelligente Wendezeit organisieren. Noch. Die Klimawissenschaftler sagen: Wir haben noch eine Gnadenfrist von etwa 15 bis 20 Jahren. In dieser Zeit können und müssen wir die hundertprozentige Energiewende schaffen. Alles liegt an uns. Wir sind die erste Generation, welche die Klimakatastrophe verursacht hat. Wir sind aber auch die letzte, die das Problem noch läsen kann.

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Dienstag, 24. Juli 2018

EIN BIOBAUER KLAGT AN

Die großen Discounter und Supermärkte wollen nachhaltiger werden und machen immer wieder mit neuen „grünen“ Projekten auf sich aufmerksam. Ein kleiner Bio-Händler übt in einem offenen Brief jedoch scharfe Kritik an den Vorsätzen der Discounter – und benennt das eigentliche Problem der Branche.

Quelle: Pixabay supermarket-949913
Im deutschen Handel läuft einiges schief und die Discounter sollten ihre Verantwortung dafür eingestehen, statt sich mit Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu schmücken – so lässt sich der Inhalt des offenen Briefs von Georg Rieck zusammenfassen. Rieck ist Inhaber des Bioladens „Klatschmohn“, sein Brief richtet sich an den Chef der Supermarkt-Kette Real.

Der Hintergrund: Real hatte vor zwei Wochen die neue Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt: Bis 2019 will Real 30 Prozent des Umsatzes mit nachhaltigen Produkten erwirtschaften. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem Öko-Zertifzierer Demeter verstärkt werden. „Handeln aus Verantwortung – das ist für uns nicht nur ein Werbeslogan auf Flyern und Broschüren, sondern unser Auftrag und Leitmotiv“, so Real-CEO Müller-Sarmiento.



Die Supermärkte und ihre Preispolitik


Georg Rieck von Klatschmohn sieht das jedoch anders. In seinem Brief an Müller-Sarmiento erhebt er schwere Vorwürfe. Besonders stört ihn eine Aussage, die Müller-Sarmiento in einer Rede geäußert haben soll – nämlich, dass Real bestimmte „Fehlentwicklungen der konventionellen Landwirtschaft“ nicht mehr mittragen wolle.
Dazu schreibt Rieck: „Sie laden die Verantwortung für die ‚Fehlentwicklungen‘ bei der Landwirtschaft ab – das ist falsch und entspricht nicht der historischen Wahrheit! Denn die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung war und ist der Handel mit seiner zu verurteilenden Politik des Preisdrückens! Dabei als Hauptakteur der Discounter, der sich heute als „größter Biohändler“ der Republik darstellt.“

Bei deutschen Supermärkten läuft vieles schief


Die Discounter würden ihre Macht „in schamloser Weise“ missbrauchen, schreibt Rieck weiter. Die Industrie gebe den Druck weiter. „Mit Sonderangeboten und Aktionspreisen hat der Handel aus Bauern Sklaven gemacht. Begleitet wurde dieser Prozess von der Politik.“
Der Bio-Händler nimmt in seinem Brief auch Bezug auf einen Oxfam-Bericht vom Juni: Laut Oxfam tun die Supermarktketten viel zu wenig, um die Menschenrechter der Arbeiter in ihren Zulieferketten zu gewährleisten. Deutsche Supermärkte schneiden dabei im internationalen Vergleich besonders schlecht ab.


Lippenbekenntnisse reichen nicht


Dass Supermärkte wie auch Real nun immer mehr Nachhaltigkeitsstrategien auf den Weg bringen, bewertet Riek grundsätzlich positiv – jedoch reiche das nicht aus: „Solange Sie die Preisdrückerei nicht als grundfalsch begreifen und zum Tabu erklären, haben Ihre Bemühungen den Charakter von faden Marketing-Versprechen und bewusster Verbrauchertäuschung durch taktische Lippenbekenntnisse. […] Solange noch einer Ihrer Einkäufer Druck auf die Vorstufe ausübt, glaubt Ihnen kein Mensch.“

Quelle:https://utopia.de/bio-supermarkt-discounter-offener-brief-97761/?utm_source=Interessenten&utm_campaign=5e3f51650a-Newsletter_Mo_18KW30&utm_medium=email&utm_term=0_af58dac727-5e3f51650a-262406441

Samstag, 23. Juni 2018

DAS WASSERSCHUTZBROT

Brot für die Umwelt


Wie man es gebacken bekommt, dass weniger Nitrat im Grundwasser landet. Ein Lehrstück aus Unterfranken.
Quelle: Pixabay bread-821503_1920
In Deutschland gibt es mehr als 300 Sorten Brot: helles, dunkles, aus Roggen, Dinkel, Weizen oder Buchweizen. In Unterfranken macht nun ein ganz besonderes Brot von sich reden, nachdem sich eine ungewöhnliche Allianz aus Politikern, Landwirten, Wasserversorgern, Mühlen und Bäckern dafür starkgemacht hat. Das Brot dient dem Umweltschutz. Zwölf Handwerksbäckereien stellen es mittlerweile her. Wie es aussieht, wie viel es wiegt und was darin steckt, definiert jede Bäckerei selbst. Verbindlich ist nur eines: Der Weizen, mit dem es gebacken wird, stammt von sparsam gedüngten Feldern.

Quelle: Pixabay wheat-1530321_1920
Zu viel Dünger hat zur Folge, dass Stickstoff in Form von Nitrat die Ökosysteme aus der Balance bringt. Stickstoff ist einerseits ein Baustein des Lebens, Pflanzen brauchen ihn zum Wachsen. Darum bringen Landwirte nitrathaltigen Dünger auf ihren Feldern aus. Doch weil sie das im Übermaß tun und die überschüssigen Nitrate von den Pflanzen nicht komplett gebunden werden können, versickern sie im Boden, gelangen dann in Bäche, Flüsse und ins Grundwasser.

Die Folgen sind laut Umweltbundesamt vielschichtig: kippende Gewässer, Rückgang der Artenvielfalt, weniger Stabilität von Hölzern und Blättern in den Wäldern. Ob Nitrat auch die Gesundheit des Menschen unmittelbar gefährdet, ist umstritten. Theoretisch kann es sich im Körper zu Nitrit und Nitrosaminen umwandeln, Verbindungen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Die Europäische Union hat jedenfalls 50 Milligramm pro Liter als Grenzwert für die Nitratbelastung des Grundwassers festgelegt.

In Deutschland wird dieser Grenzwert seit Jahren vielerorts überschritten, was mehrere Rügen und im Oktober 2016 schließlich eine Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof zur Folge hatte. Die Bundesregierung will nun mit einer Novelle der Düngeverordnung das Problem in den Griff kriegen.



Unterdessen macht eine regionale Initiative vor, wie man das Grundwasser vor einer zu hohen Nitratbelastung schützen kann. Die Regierung Unterfranken, eine von sieben staatlichen Mittelbehörden mit Sitz in Würzburg, rief zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) das Projekt „Wasserschutzbrot“ ins Leben. Vor drei Jahren begann ein Probelauf mit jeweils einem Landwirt, einer Mühle und einem Bäcker.



Ein solches Brot muss zu mehr als 60 Prozent aus entsprechend erzeugtem Weizen bestehen. Während der Eiweißgehalt von herkömmlich gedüngtem Backweizen im Optimalfall zwischen 13 und 14 Prozent liegt, bringt es der Wasserschutzweizen auf lediglich 10,5 bis 11,5 Prozent. „Die Teigeigenschaften sind minimal anders, das zeigt sich beim Kneten. Mit Gefühl und Übung bekommt man das aber schnell in den Griff“, sagt Nadine Beuerlein, Juniorchefin der Bäckerei Kohler im unterfränkischen Volkach.

Inzwischen backt der Familienbetrieb nicht mehr nur sein als Wasserschutzbrot ausgelobtes Mischbrot mit dem weniger gehaltvollen Weizen, sondern das komplette Sortiment, von der Semmel bis zum Christstollen. „Weil wir von der Idee absolut überzeugt sind“, sagt Beuerlein.
Auch die Reaktionen der Kunden seien durchweg positiv. Mit der Umstellung von 40 Tonnen Weizenmehl im Jahr, das in zwei Mühlen separat gemahlen und gelagert wird, nimmt der Betrieb eine Vorreiterrolle unter den 12 teilnehmenden Bäckereien ein.

Den Wasserschutzweizen bauen vier Landwirte aus der Region an. Dadurch sind sie erst mal im Nachteil. Je niedriger der Eiweißgehalt des Backweizens, umso weniger verdient der Bauer daran. Außerdem fällt der Ernteertrag etwas geringer aus, wenn die Pflanzen mit weniger Stickstoff versorgt werden. Doch in Unterfranken werden die Nachteile durch eine Ausgleichszahlung aufgehoben, die die Bauern aus der Kasse von drei Wasserversorgern erhalten – und das aus gutem Grund. „Nitrat aus dem Grundwasser zu filtern wäre deutlich aufwendiger und teurer“, erklärt Diplomingenieurin Marion Sterzinger-Greif von der Fernwasserversorgung Franken.

Quelle: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2017/marketing/brot-fuer-die-umwelt?utm_source=xing&utm_medium=link&utm_content=artikel_wasserschutzbrot&xing_share=news

Freitag, 8. Juni 2018

WENN PESTIZIDE "FREMDGEHEN"


Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat im Rahmen unserer Initiative "Schau, wo dein Essen herkommt" eine Studie erstellt mit dem Titel "Vom Winde verweht: Gesundheitsrisiko Pestizidabdrift?". 


Der GLOBAL 2000 Umweltchemiker und Kommunikator des Jahres, Helmut Burtscher-Schaden, beleuchtet in der vorliegenden Studie das bislang in der medialen und politischen Diskussion wenig behandelte Thema der Pestizidabdrift, mit dem Schwerpunkt auf damit verbundene gesundheitliche Risiken.




Pestizidabdrift entsteht, wenn im Zuge einer Pestizidanwendung Sprühnebel vom Wind verweht wird, belastete Stäube aus dem Erdreich aufgewirbelt werden oder starke Sonneneinstrahlung flüchtige Pestizidwirkstoffe zum Verdunsten bringt. So gelangen diese Gifte an Orte, für die sie nicht bestimmt sind. Bio-Flächen werden kontaminiert, Ackerpfützen werden zu Giftcocktails, Blumenwiesen zur Insektenfalle und das Frühstück im eigenen Garten zum Fiasko.



Viele Betroffene

„Jahr für Jahr erreichen uns dutzende Anfragen von Menschen, die von Pestizidabdrift betroffen sind. Oft ist es ein sich ausbreitender „Chemiegeruch“, der Sorgen weckt und die Menschen in ihre Häuser treibt. Häufige Begleiterscheinungen sind Augenbrennen, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, manchmal auch Schwindel und Hautreizungen“, erklärt Burtscher-Schaden: „Die behördlichen Zuständigkeiten scheinen unklar, die Suche nach Hilfe gestaltet sich für die Betroffenen zumeist sehr schwierig, von Erfolg gekrönt ist sie nur selten.“
Die bei GLOBAL 2000 eingehenden Meldungen, von denen dreizehn im vorliegenden Report steckbriefartig zusammengefasst sind, dokumentieren gesundheitliche, wirtschaftliche und ökologische Folgen von Pestizidabdrift. Insbesondere zeigen die zahlreichen Berichte über gesundheitliche Beeinträchtigung, dass der gesetzliche Anspruch der EU-Pestizidverordnung (EC) Nr. 1107/2009, dass Pestizide „keine sofortigen oder verzögerten schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit“ haben dürften, in der Praxis nicht hält.

 Anrainer von Friedhof betroffen
Anhand eines Fallbeispiels (wiederkehrende Beeinträchtigung von AnrainerInnen eines Kärntner Friedhofs im Zuge von Unkrautbekämpfungen mit Glyphosat) geht der Report der Frage nach, welches die Ursachen für die offenkundige Diskrepanz zwischen gesetzlichem Anspruch und Realität ist. Es wird gezeigt, dass das Zulasssungsverfahren für Pestizide mit realitätsfernen Modellen arbeitet und deshalb die Gesundheitsrisiken durch Abdrift systematisch unterschätzt werden.
Da es in Österreich keine behördliche Erfassung und Dokumentation von Abdrift-Fällen gibt, werden die damit verbundenen Probleme von offizieller Seite nicht registriert. Sobald der Behörde aber Informationen über Gesundheitsprobleme, die auf den Einsatz eines zugelassenen Pestizids zurückzuführen sind, vorliegen, ist sie verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der Zulassungen zu überprüfen, und diese gegebenenfalls zu korrigieren.
Dieser im Gesetz verankerte „Feedback-Mechanismus“ kann aber nur dann funktionieren, wenn entstehende Pestizid-Schäden tatsächlich von der Behörde erfasst und ausgewertet werden.
Quelle: https://www.muttererde.at/vom-winde-verweht-abdriften-von-pestiziden/?utm_source=MUTTER+ERDE++Mitmach-Challenge&utm_campaign=d5944e2285-EMAIL_CAMPAIGN_2018_06_08_07_05&utm_medium=email&utm_term=0_6798f0687c-d5944e2285-172588761

Sonntag, 27. Mai 2018

KANN BIO - ÖSTERREICH ERNÄHREN?

Eine Biostudie die es in sich hat und Sichtweisen verändert!


Die Landwirtschaft in Österreich und auf der ganzen Welt ist mit einer Reihe großer ökologischer und sozialer Probleme konfrontiert. Hierzu zählen u.a. Klimawandel und Klimawandelanpassung, die Zunahme von Bodenerosion, Humusabbau und Bodenversiegelung, der Verlust der Biodiversität aber auch der Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe vor dem Hintergrund eines internationalen Wettbewerbsdrucks. Die Literatur belegt die geringeren negativen Umweltwirkungen der biologischen Landwirtschaft und deutliche Vorteile hinsichtlich der volkswirtschaftlichen Gesamtbilanz. Die Studie stellt die Frage, inwieweit eine vollständige Umstellung auf Biologische Landwirtschaft die Ernährung der österreichischen Bevölkerung sicherstellen kann.
Eine neue Studie der neue Studie der BOKU zeigt, dass eine hundertprozentige Versorgung Österreichs mit heimischen, biologisch hergestellten Lebensmitteln möglich ist. Die Autoren errechnen in der Biostudie die volkswirtschaftlichen Vorteile dieser Vision und stellen die gesundheitlichen und ökologischen Vorteile dar. 
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Österreich ist schon heute eines der Vorreiterländer was die Anzahl der Biobetriebe und die bewirtschaftete Biofläche betrifft. Der Anteil der Bioflächen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche betrug im Jahr 2017 23,9%, der von mehr als 23.000 Biobetrieben bewirtschaftet wird.

100% Bio ist möglich

Die Biostudie kommt zum Schluss, dass eine flächendeckende Umstellung auf biologische Landwirtschaft die Nahrungsmittelversorgung der gegenwärtigen österreichischen Bevölkerung sicherstellen kann, bereits wenn die vermeidbaren Lebensmittelabfälle um 25% oder der Fleischkonsum um 10% reduziert wird. Letzteres wäre auch für die Gesundheit der Bevölkerung von großer Bedeutung, denn der Fleischkonsum in Österreich ist dreimal höher als empfohlen und für verbreitete schwere Gesundheitsprobleme verantwortlich.
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In Österreich werden für die Produktion von Kraftfuttermitteln wie Mais und Soja, mehr als die Hälfte der Ackerflächen verwendet. Durch den sogenannten Veredelungsverlust gehen tierische Kilokalorien durch die Umwandlung über das Tier verloren. Werden statt tierischer Lebensmittel pflanzliche konsumiert, steigt die Menge an verfügbaren Kilokalorien deutlich. Studienautor Martin Schlatzer ortet bei der Reduktion von Fleischkonsum großes Potential:” Österreich importiert pro Jahr mehr als eine halbe Million Tonnen an GMO-Soja, aus Brasilien, Argentinien und den USA. Gerade diese sogenannte Eiweißlücke könnte in einem biologischen sowie stark fleischreduzierten Szenario vermindert oder geschlossen werden.” Schlatzer weist weiters auf die positiven gesundheitlichen Effekte dieser Umstellung hin, da die in Österreich derzeit verzehrte Menge an tierischen Produkten deutlich über den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung liegt.

Win-Win-Win für Umwelt – Landwirt – Bürger
“Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass der Wandel zu einer weniger intensiven, an Nachhaltigkeit orientierten Landwirtschaft für unser Land viele Vorteile bringen würde”, fasst Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin der Initiative MUTTER ERDE die Ergebnisse der Biostudie zusammen. “Die Konsumenten und Konsumentinnen profitieren von gesunden Lebensmitteln und mehr Transparenz, die Umwelt von weniger Intensität, die Landwirte von höherer Wertschöpfung und die Österreicher und Österreicherinnen von intakter Natur und geringeren Kosten”, so Aichberger weiter.

Die Politik in der Pflicht

Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher von Greenpeace, sieht die Politik gefordert, “Die Studie ist ein klarer Auftrag: 100% biologische Landwirtschaft ist eine langfristige Vision, die möglich ist. Den wichtigsten Rahmen setzt hier die Politik. Sie entscheidet wer Agrarfördungen erhält und damit welche Art des Wirtschaftens mit Steuergeld belohnt wird.” Auch die öffentliche Hand als wichtiger Abnehmer von Lebensmitteln sieht Theissing-Matei in der Pflicht, “Außerdem kann die Politik den Markt für biologische Produkte auch ganz direkt weiterentwickeln. Jedes Jahr stellt die öffentliche Hand in ganz Österreich mehrere hundert Millionen Essen zur Verfügung, etwa in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder Heimen. Auch hier kann also durch die öffentliche Beschaffung gezielt die biologische Landwirtschaft gefördert werden.”
Quelle:https://www.muttererde.at/kann-bio-oesterreich-ernaehren/?utm_source=MUTTER+ERDE+Newsletter&utm_campaign=795e183174-EMAIL_CAMPAIGN_2018_05_23&utm_medium=email&utm_term=0_5a2a19914e-795e183174-158107097

Dienstag, 17. April 2018

PFLANZENSCHUTZ - SELBST GEMACHT MIT ÄTHERISCHEN ÖLEN

Ätherische Öle im Garten – so helfen sie gegen Schädlinge und Krankheiten



Vielleicht sind dir ätherische Öle und ihre positiven Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden bereits bekannt. Aber weißt du auch, dass man die natürlichen Aromen auch im Garten verwenden kann? Eine ganze Reihe ätherischer Öle verfügt über eine insektenabwehrende und pilzhemmende Wirkung. Ein Effekt, die auch bei der Mischkultur zum Tragen kommt, indem insektenabwehrende Pflanzen ihre Nachbarn vor Fraßfeinden schützen. Mit einem selbst gemachten Pflanzenschutzmittel mit ätherischen Ölen kannst du die nützlichen Aromen direkt auf befallene Pflanzen auftragen und so den Einsatz synthetischer Insektizide und Fungizide sowie ihre Nebenwirkungen im besten Fall vermeiden.

Ätherische Öle gegen Insekten und Pflanzenkrankheiten Blattläuse, Ameisen oder Raupen können das Gärtnerglück schnell trüben. Ein selbst gemachtes Mittel mit ätherischen Ölen hilft, die kleinen Plagegeister von Gemüse und Obst fernzuhalten – ohne Gefahr für Nützlinge, Pflanzen und des Rest des Ökosystems. Die gleiche Rezeptur kannst du auch zur Herstellung eines natürlichen Fungizids nutzen. 

Für einen Liter Pflanzenschutz-Spray benötigst du folgende Zutaten und Utensilien: 

- 1 L Leitungs- oder Regenwasser 
- 5 Tropfen Bio-Spülmittel oder eine erbsengroße Portion
  Schmierseife
- ca. 20 Tropfen ätherisches Öl – welches Öl sich wofür 
  eignet, erfährst du weiter unten 
- 1 TL Netzmittel – bindet die ätherischen Öle und sorgt für
  eine bessere Haftung auf der Pflanze
- Sprühflasche mit einem Liter Fassungsvermögen und einer 
  nicht zu feinen Düse


So bereitest du das Mittel zu: Ätherisches Öl in Spüli oder Schmierseife einrühren (z. B. direkt auf einem Esslöffel). Die Mischung in Wasser auflösen und und alles in eine Sprühflasche füllen. Tonerde dazugeben und schütteln, bis sich alles gleichmäßig verteilt hat. Hinweis: Auch wenn die ätherischen Öle stark verdünnt sind, solltest du beim Sprühen vermeiden, dass das Mittel auf deine Haut, in deine Augen oder Atemwege gelangt.



Welches ätherische Öl hilft wogegen? 

Die meisten ätherischen Öle wehren gleich eine ganze Reihe unliebsamer Insekten ab: 
Teebaumöl wirkt gegen Wollläuse und andere beißende Lausarten. 
Lavendel hilft gegen verschiedene (saugende) Arten von Blattläusen und Raupen. 
Ätherisches Knoblauchöl kannst du sehr vielseitig einsetzen, u.a. zum Schutz vor Blattläusen, Ameisen und Raupen. Rosengeranie wirkt gegen verschiedene Lausarten. 
Piment kann holzfressende Insekten vertreiben. In diesem Fall empfiehlt es sich, das Mittel nicht großflächig aufzusprühen, sondern mit Hilfe einer Spritze direkt an den betroffenen Stellen aufzubringen. 
Rosmarin soll einem Befall von Spinnmilben entgegenwirken. Geranie hilft Schnecken fernzuhalten. 
Fenchel kann bei einem Befall mit Kartoffelkäfern und deren Larven hilfreich sein.

Ätherische Öle gegen Pilzbefall und Bakterien 

Neben Insekten gehören verschiedene Pflanzenkrankheiten zu den Hauptärgernissen beim Gärtnern. Auch in diesem Fall können ätherische Öle helfen. Ein Spritzmittel gegen unterschiedliche Bakterien und Pilze kannst du wie oben beschrieben herstellen. Folgende ätherischen Öle eignen sich dabei als Wirkstoff: 
Knoblauch kannst du gegen Echten Mehltau einsetzen. Oregano hilft bei einem Befall mit Falschem Mehltau und Rußtau. 
Rainfarn wirkt Rostpilzbefall entgegen. 
Thymian kann gegen Braunfäule bei Tomaten helfen. Bohnenkraut kann vorbeugend gegen die Kräuselkrankheit eingesetzt werden und bekämpft Falschen Mehltau. 

Um Verbrennungen des Pflanzengewebes zu vermeiden, empfiehlt es sich das Pflanzenschutzmittel in den späten Nachmittags- oder Abendstunden aufzutragen. Anstatt das ätherische Öl zu verwenden, kannst du auch einen wässrigen Auszug aus den ursprünglichen Pflanzen herstellen (u.a. aus Rainfarn, Oregano und Bohnenkraut) und in gleicher Weise zur Behandlung von Pflanzenkrankheiten anwenden.

Ätherische Öle haben im Vergleich zu herkömmlichen Insektiziden und Fungiziden den Vorteil, dass sie als mindertoxisch eingestuft werden und gut biologisch abbaubar sind, zumindest, wenn sie wie hier beschrieben sparsam verwendet werden. Vielleicht helfen sie auch dir, Schädlinge im Zaum zu halten und Pflanzenkrankheiten ohne chemische Keule in den Griff zu bekommen. Beim Kauf ätherischer Öle sind einige Dinge zu beachten. Die Qualität spielt die wichtigste Rolle und es sollten nur naturreine Produkte zum Einsatz kommen. Die Herstellung natürlicher Öle ist sehr aufwendig und erfordert große Mengen natürlicher Rohstoffe. Deshalb findet man im Handel viele billige Alternativen, die aber oft synthetisch hergestellt sind und gesundheitlich bedenklich sein können. 

Quelle: https://www.smarticular.net/aetherische-oele-gegen-schaedlinge-pilzkrankheiten-einsetzen/?utm_source=smarticular.net+-+Top+Tipps&utm_campaign=918060aab1-EMAIL_CAMPAIGN_2018_04_15&utm_medium=email&utm_term=0_d524dfebe2-918060aab1-273374509
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Montag, 16. April 2018

DIESE 6 GEMÜSESORTEN SOLLTEN SIE LIEBER ROH ESSEN

Wer sich bewusst ernährt, versucht, möglichst viel Gemüse zu essen – einige Sorten sind dabei roh gesünder als gekocht. Auch wenn es manchmal gewöhnungsbedürftig ist, solltest du dieses Gemüse immer mal wieder roh essen. 
Gemüse enthält viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Allerdings sind einige Nährstoffe hitzeempfindlich – sie gehen beim Kochen, Braten oder Backen teilweise verloren. Besonders hitzeempfindlich sind beispielsweise Vitamin B1, Vitamin B5 und Vitamin C. Folgende Gemüsesorten solltest du deswegen roh essen:

Brokkoli

Roher Brokkoli ist gesund. (Foto: © colourbox.de)

Brokkoli ist unter anderem reich an Vitamin B1, B2 und B6 und enthält besonders viel hitzeempfindliches Vitamin C. Mit nur etwa 100 Gramm lässt sich sogar der Tagesbedarf an Vitamin C decken. Beim Kochen verschwindet ein erheblicher Anteil des Vitamin C.
Aber nicht nur deswegen sollte man Brokkoli roh verzehren: In der Pflanze stecken auch Glucosinolate – Wissenschaftler vermuten, dass die Stoffe vor Darmkrebs schützen. Auch sie sind hitzeempfindlich.
Achtung: Bei rohem Brokkoli nur die Röschen essen, sie sind bekömmlicher als der Stiel. Ungekochter Brokkoli kann außerdem Blähungen verursachen. Vor allem empfindliche Menschen sollten deshalb nur kleine Portionen verzehren.
Knoblauch
Knoblauch enthält wertvolle Inhaltsstoffe. (Foto: CC0 / Pixabay / MaisonBoutarin)

Knoblauch ist eine wahre Wunderknolle. Sie enthält Inhaltsstoffe, die die Blutfettwerte senken und so die Blutgefäße schützen. Außerdem kann Knoblauch die Cholesterinwerte senken. Wichtig ist außerdem der Stoff „Allicin“. Er ist verantwortlich für den typischen Knoblauch-Geruch. Wissenschaftliche Untersuchungen liefern Hinweise darauf, das Allicin Krebs vorbeugen oder sogar lindern kann.
Allicin im Knoblauch wird durch das Enzym Alliinase gebildet. Durch Kochen wird das Enzym jedoch deaktiviert. Um von den vollen gesundheitsfördernden Eigenschaften des Knoblauchs zu profitieren, empfiehlt es sich also, ihn roh zu essen – zum Beispiel gehackt in einem Salat, in einem Dip oder in Knoblauchbutter.

Zwiebeln



Auch Zwiebeln enthalten Allicin, außerdem jede Menge Vitamin C, Antioxidantien und B-Vitamine. Besonders wertvoll sind außerdem Schwefelverbindungen, die unter anderem gut fürs Herz sind. Zwiebeln sollen ebenso wie Knoblauch krebsvorbeugend wirken. Roh sind Zwiebeln dabei deutlich effektiver als gekocht, weil viele der wichtigsten Inhaltsstoffe durchs Kochen verloren gehen.

Paprika

In Paprika steckt jede Menge hitzeempfindliches Vitamin C. (Foto: CC0 / Pixabay / minnick36)

Bereits eine halbe Paprika reicht aus, um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Außerdem enthält das Gemüse viel Karotin. Sowohl Vitamin C als auch Karotin sind jedoch sehr hitzeempfindlich – deshalb Paprika lieber roh essen.

Zucchini

Rohe Zucchini passt zum Beispiel in Salat. (Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)

Auch Zucchini ist roh besonders gesund. Sie enthält unter anderem Eisen und viel Vitamin C – das beim Kochen verloren geht.
Vorsicht allerdings, falls die Zucchini bitter schmeckt: Für den bitteren Geschmack sind Cucurbitacine verantwortlich. Die Bitterstoffe können Magenprobleme verursachen – auch gekocht ist eine bittere Zucchini nicht mehr genießbar.

Rote Bete

In der Knolle steckt viel Vitamin B, Kalium, Eisen und außerdem jede Menge Folsäure. Folsäure ist jedoch sehr hitzeempfindlich und stark wasserlöslich. Durchs Kochen verliert Rote Bete einen großen Teil der Folsäure. Rohe Rote Bete schmeckt gut dünn geraspelt, etwa in Salat. Auch als Saft eignet sie sich.
Allerdings sollte man es bei roher Roter Bete nicht übertreiben: Sie enthält nämlich Oxalsäure. Die Fruchtsäure ist an sich nicht giftig, kann jedoch in zu großen Mengen schädlich sein: Sie fördert die Bildung von Nierensteinen und hemmt die Aufnahme von Eisen. Personen die zu Nierensteinen neigen, sollten daher keine rohe Rote Bete essen.
Quelle:https://utopia.de/gemuese-roh-essen-86511/?utm_source=Interessenten&utm_campaign=0a42206b0e-Newsletter_Do_18KW15&utm_medium=email&utm_term=0_af58dac727-0a42206b0e-262406441

DIE ERDE BRENNT - DER MENSCH PENNT

Erst unerträgliche Hitze und katastrophale Dürre, jetzt Starkregen und vollgelaufene Keller: Die Wetterkapriolen der schon lange vorhergesa...